Minus 6° C und Sonne – auch im Herzen

Von Dirk Hußmann am 04.02.2012

Die Großwetterlage in Deutschland: Ein Hoch über der Biskaya hat Verbindung zu Hoch Dieter im Baltikum aufgenommen – die Sonne scheint von Portugal bis Russland, so auch in Ratingen, jedoch bei eisigen Minustemperaturen. Die Großwetterlage auf unserer Baustelle: Wir freuen uns über jeden Handwerker, der bei dieser Kälte arbeitet und uns dem heiß ersehnten Einzug näher bringt, der am 1. Mai stattfinden soll und muss, weil wir dann aus unserer alten Wohnung raus müssen.

Und da Flüssigkeiten sofort frieren, wird aktuell „trocken“ gearbeitet und gestemmt und geschlitzt, was das Zeug hält: Es gilt, in Wänden und Böden Raum zu schaffen für Zu- und Abwasser sowie für die Zirkulationsleitung. Die sorgt dafür, dass sofort warmes Wasser kommt, wenn wir den Hahn aufdrehen. Zur Erinnerung: Unser Haus wird nicht dezentral, also an den Verbrauchsstellen, sondern zentral mit Warmwasser versorgt. Und da kann der Weg vom Warmwassererzeuger – der Wärmepumpe geoTHERM von Vaillant – bis zur Verbrauchsstelle schon mal ein bisschen weiter sein… ;)

Ein weiterer Schritt in Richtung Behaglichkeit: Unsere Sanitärfirma Thermotec Haustechnik Sanitär Heizung & Klima aus Mühlheim a. d. Ruhr, die gerade tapfer alle vorbereitenden Stemm- und Schlitzarbeiten ausführt, schafft dabei auch den Platz für die Ein- und Auslaufventile unserer Fußbodenheizung. Davon brauchen wir einige, da ein Wasserkreislauf nur 100 m lang sein darf, um die gewünschte Vorlauftemperatur von 35° C zu gewährleisten. Also brauchen wir mehrere Kreisläufe, um unsere beheizte Fläche von 104 qm komfortabel auf Temperatur zu bringen.

Worauf ich mich persönlich ganz besonders freue: unsere Haussteuerung von LCN, die ich bei Bus-Profi Gebäudeleittechnik in Burgwedel erworben habe (Danke auch für die tolle Beratung Herr Rohrbach!) ! Über die kann ich die gesamte Elektronik des Hauses aussteuern und automatisieren – von der Alarmanlage über die Beleuchtung bis hin zu den Rauchmeldern und Rollläden. Was mir an dieser Anlage besonders gut gefällt: Wir installieren sie jetzt – und können sie später beliebig erweitern und weitere Endgeräte anbinden. Es ist einfach ein gutes Gefühl, das Haus zu verlassen und zu wissen: es ist aus/an, was aus/an sein soll, und wenn ich wiederkomme, hat die Heizung – nicht zu früh und nicht zu spät, weil dass würde unnötig Energie kosten – schon wieder für komfortable Wärme oder angenehme Kühle gesorgt. Bei so technischen Spielereien geht mir als gelerntem Elektriker das Herz auf! Und natürlich werde ich es mir nicht nehmen lassen, die Anlage selbst zu installieren – wenn es denn soweit ist.

Und so hoffen Britta, Luke und ich, dass nächste Woche der Dachausbau weitergeht, weil Dämmen gehört ja zu den „Trockenarbeiten“. Sollten die Temperaturen am Donnerstag tatsächlich wie vorhergesagt über Null hüpfen, erwarten wir die Lieferung unserer Fenster, so dass wir schon bald über eine Bautüre und über Fenster verfügen werden. Und dann kann auch der Elektriker kommen und u. a. die teuren Kupferkabel verlegen, die aus dem geschlossenen Haus niemand mehr stibitzen kann! ;) Wir halten euch auf dem Laufenden!

 


Vom Groben zum Feinen

Von Dirk Hußmann am 20.01.2012

Dass wir uns mit großen Schritten unserem Traumhaus nähern, merkt man wohl daran, dass wir uns heute darüber Gedanken gemacht haben, wo der Handtuchhalter im Bad angebracht werden soll. Das ist doch mal ein schönes Problem, das gelöst werden will  ;). Doch der Reihe nach.

Heute standen die Sanitäranlagen auf dem Programm. Ein Arbeiter der Sanitärfirma (super engagiert übrigens und mit viel Herzblut dabei!) ist mit uns durchs ganze Haus gegangen und hat sich um alle möglichen Anschlüsse und Abflüsse gekümmert. Als Nicht-Fachmann hat man ja überhaupt keine Ahnung, worauf man da achten muss, aber unser Mann vor Ort hat uns nicht nur alles in Ruhe erklärt, sondern auch alles in die richtigen Bahnen gelenkt.

Die Wachmaschine zum Beispiel hatten wir ursprünglich im Hauswirtschaftsraum geplant. Dort war aber kein Platz mehr, weil wir schon zu viele Geräte, wie zum Beispiel die Heizung und den Wärmespeicher, dort verankert hatten. Also musste schnell eine neue Lösung her. Der Sanitätsfachmann verlegte kurzerhand die Waschmaschine ins Gäste-WC. Dort war noch Platz und stören tut sie dort auch nicht. Problem gelöst!

Ein weiteres Problemchen, so möchte ich es einmal nennen, gab es im Badezimmer. Wir hatten uns für einen Handtuchhalter in der Breite 45 cm entschieden. Der Sanitätsfachmann aber machte uns darauf aufmerksam, dass die meisten Badehandtücher viel breiter sind. Schnell wurde der Handtuchhalter an eine andere Wand verlegt. Das ist zwar wirklich eine Kleinigkeit, aber die Details machen nachher schließlich eine Menge aus. Und: In unserem Traumhaus soll wirklich alles stimmen – auch die Breite des Handtuchhalters!  ;)

Auch an der Toilette haben wir spontan noch eine Änderung eingebaut. Normalerweise hatten wir sie direkt neben der Badewanne geplant, ohne Sichtschutz dazwischen. Jetzt haben wir noch eine Wand einziehen lassen, zwischen Toilette und Badewanne. Das sieht nicht nur extrem edel aus, sondern ist zudem auch praktischer, weil man ein klein wenig abgeschotteter wird und somit aus dem „stillen Örtchen“ wirklich ein stilles Örtchen wird.


Es wird warm – zumindest im Haus

Von Dirk Hußmann am 16.01.2012

Wir hatten uns schon fast gefreut, dass wir endlich einen Winter ohne Schneechaos und sibirische Verhältnisse erleben dürfen. Wenn man den Vorhersagen allerdings glauben darf, geht es schon diese Woche auf den Gefrierpunkt zu. Willkommen im Winter! Das ist ein schöner Anlass, um endlich einmal über unseren Verbündeten im Kampf gegen Kälte und Minustemperaturen zu schreiben: die Heizung!

Wir bekommen eine geoTHERM exclusiv Wärmepumpe von Vaillant. Schon im November wurden die Vorbereitungen dazu getroffen und zwei Löcher im Garten gebohrt. Aus einer Tiefe von 100 Meter wird dann in Zukunft die in der Erde gespeicherte Wärme genutzt, um unser Haus im Winter zu beheizen, im Sommer zu kühlen und ganzjährig mit warmem Wasser zu versorgen. Da wir ja ein Energiewerthaus bauen, war uns von Beginn an wichtig, Wärme und Kälte zu einem möglichst großen Anteil aus regenerativer Energie zu erzeugen. Das schont die Umwelt – und angesichts steigender Öl- und Gaspreise langfristig auch unseren Geldbeutel.

Fast 75 Prozent der erzeugten Wärmeenergie wird bei unserer Heizung aus der Umwelt entnommen, nur 25 Prozent muss zusätzlich aus Strom hergestellt werden. Wir erzeugen also keine Schadstoff-Emissionen vor Ort. Ein Speicher für warmes Wasser ist wie die Kühlfunktion in die Wärmepumpe integriert und – ganz wichtig – ein Regler, der leicht zu bedienen ist und ihren Umweltertrag anschaulich darstellt. Die Stiftung Warentest hat die gute Handhabung des Systems gelobt, wir müssen also nicht noch ein Ingenieursstudium absolvieren, um damit zurecht zu kommen. ;)

Das Konzept hat uns von Beginn an überzeugt. Es ist nicht nur ökologisch, sondern auch noch für unseren Geldbeutel praktisch – schließlich sparen wir eine Menge Heizkosten! Und: Auf Komfort muss man nicht verzichten. Meine Frau und vor allem ihre Füße freuen sich schon wahnsinnig auf die Fußbodenheizung im gesamten Haus! ;)


Steine, die die Welt bedeuten

Von Dirk Hußmann am 05.01.2012

Wir sind gut ins Neue Jahr gestartet und das Haus hat alle Herbststürme, die sich in den Winter verirrt haben, gut überstanden. Jetzt freuen wir uns auf die Dinge, die noch vor uns liegen. Als nächstes werden die Dachfenster eingebaut und der Kaminbauer wurde auch schon beauftragt. Stück für Stück nähern wir uns unserem Traumhaus!

Neulich erzählte uns ein Bekannter von seinem Hausbau. Es ist ein Fertighaus und war in nur drei Tagen fertig. Im ersten Moment überkam uns der pure Neid (bei uns passiert auch drei Tage mal gar nichts ;)). Doch dann wurde uns klar, dass wir uns immer wieder für die Massivbauweise entscheiden würden. Ein massives Haus, dass Stein auf Stein gemauert wird, ist einfach langlebiger und hochwertiger als ein Fertighaus – schließlich wollen wir und unser Nachwuchs ja auch lange etwas davon haben. Und das Energiewertkonzept überzeugt uns natürlich nach wie vor. Da nehmen wir den größeren zeitlichen Aufwand gerne in Kauf!

Wir wurden letztens sogar auf unser Haus angesprochen, vor allem auf die weißen Porenbeton-Steine. Wer Ytong-Steine noch nicht gesehen hat: Sie sind wesentlich größer als zum Beispiel Ziegelsteine. Lustigerweise muss ich immer an Pyramiden denken, wenn ich sie sehe. Die Steine sind richtig kleine Blöcke und machen allein optisch schon ordentlich was her. Dass sie dann auch noch sehr funktional sind (sie dämmen so gut, dass wir keine Extra-Dämmung brauchen!), kommt uns nur gelegen. Das spart schließlich Energie!

Außerdem haben wir während des Baus immer wieder gemerkt, wie leicht sie zu verarbeiten sind. Die Steine haben ein „Nut-und-Feder-System“, wie wir gelernt haben. Das heißt, dass die Steine ineinander greifen und dadurch an den Seiten nicht vermörtelt werden müssen. Links und rechts haben die Steine außerdem sogenannte Grifftaschen, so dass man die großen Steine ganz leicht anheben kann. Die Ytong-Steine lassen sich auch fix zurechtsägen oder abschleifen. Die Arbeiter kamen dadurch schnell voran und auch der Elektriker, der vor kurzem die Dosen eingebohrt hat, hat sich über das Material gefreut. Die Ytong-Steine sind nämlich nicht mit irgendeinem Dämmstoff gefüllt wie viele Ziegel, sondern durch und durch massiv, so dass da nichts herausbröselt.

Nein, wir sind wirklich zufrieden und sind gespannt, was in den nächsten Wochen auf uns zukommt. Unsere Pyramide ist bald fertig. Ich meinte natürlich: unser Haus ;)


Ein Baujahr geht zu Ende

Von Dirk Hußmann am 28.12.2011

Kurz bevor wir ins neue Jahr starten, wollen wir noch einmal ein Update geben. Auf den letzten Metern ist am Haus noch einiges passiert. Wir haben mit dem Elektriker besprochen, wo wir welche Steckdosen haben möchten (das sind die Entscheidungen, die man als Bauherr gerne trifft ;) und sofort hat er mit dem Ausbohren der Schalterdosen begonnen. Es wurden auch schon zwei Verteilerkästen gesetzt und ein paar Steckdosen sogar schon eingebaut. Ein paar Räume muten fast schon ein wenig wohnlich aus.

Auch der Dachdecker war noch einmal hier und hat auf den Übergang von der Garage zum Haus eine Bitumbahn gelegt. Das ist ein elastisches Material, das hervorragend abdichtet. So kann kein Regenwasser mehr das Dach herunter laufen und in die Wände ziehen. Wir hoffen, dass dadurch auch kein Wasser mehr in den Keller dringt. Ansonsten müsste die Weiße Wanne nachgebessert werden, was wohl nicht so einfach wäre. Also heißt es mal wieder: Daumen drücken!

Es ist wirklich erstaunlich, wie schnell das Jahr vergangen ist. Es steckte voller Überraschungen: positiven wie auch negativen. Manchmal ging es auf dem Bau wahnsinnig gut voran, manchmal hakte es an der einen oder anderen Stelle. Auf jeden Fall war es ein ziemlich aufregendes Jahr für uns und wir haben gelernt: Bauherren müssen auf jeden Fall geduldig sein ;) .

Wir freuen uns aufs nächste (Bau)-Jahr und wünschen allen einen guten Rutsch in 2012! Hoffentlich bleiben Sie uns als Leser erhalten und verfolgen unseren Traum vom eigenen Haus weiter.


Joachim und das Dach

Von Dirk Hußmann am 19.12.2011

Hurra, das Dach liegt endlich! Die Zimmerleute haben etwa zwei Tage für den kompletten Dachstuhl benötigt, für die Folie und das Eindecken mit Tonziegeln jeweils noch einmal einen Tag. Insgesamt dauerte es also nur vier Tage, was ziemlich flott war!

Die Zimmerleute haben immer in Teams von mindestens drei Leuten gearbeitet, da war ordentlich was los – in luftiger Höhe!

Das Dach ist mit schwarzen, matten Ziegeln belegt worden. Sie sind nicht gewellt – wie meist üblich – sondern flach. Das hat keinen besonderen Grund, sondern wir haben uns nur wegen der Optik (sieht einfach toll aus!) dafür entschieden.

Nun ist alles dicht und wir freuen uns sehr. Aber: Wir fürchten Orkantief Joachim! Der fegt ja gerade über Deutschland hinweg und lässt uns des Öfteren mal an den Himmel schauen. Doch das Dach macht einen guten Eindruck und wird wohl auch die erste, richtige Belastungsprobe gleich am Anfang heil überstehen!

Gestern waren die Zimmerleute noch einmal auf der Baustelle und haben den Boden im Spitzboden verlegt. Bald kann also mit dem Innenausbau begonnen werden. Auch die Dämmung wird dann endlich eingebaut. Diese ist ja gerade bei einem Energiewerthaus sehr wichtig! Sie wird aus rein ökologischen Baustoffen hergestellt und ist so konzipiert, dass es im Sommer kühl und im Winter warm bleibt. Das ist nicht nur für die Umwelt prima, sondern auch für unser Konto: Wir sparen Energiekosten!

Bevor wir uns aber darüber freuen können (immer Schritt für Schritt denken!), sind wir auf das nächste große Etappenziel gespannt: den Einbau der Fenster. Dann kann uns auch wirklich kein Sturm mehr Kopfzerbrechen bereiten ;)!

Hier noch ein aktuelles Bild:


Langsam aber sicher …

Von Dirk Hußmann am 02.12.2011

… sieht das Haus nach einem Haus aus. Der Zimmermann hat den Dachstuhl fertig gestellt. Am Montag kommt dann der Dachdecker, der die Dachpfannen auf die fertige Holzkonstruktion legen wird. Bis dahin drücken wir uns alle Daumen wund, dass es nicht mehr so stark regnet. Da ja noch alles offen ist, mussten wir in den vergangenen Tagen ordentlich Wasser aus dem Keller schippen. Das war zwar ziemlich nervig (meine Oberarme spüren die zehn Eimer immer noch), aber was tut man nicht alles für sein Traumhaus? ;)

Die gesamte Baustelle sieht ziemlich ordentlich aus momentan. Überall wurde aufgeräumt und auch der Kran, über den wir uns am Anfang so gefreut hatten, weil er zeigte, dass es endlich los gehen sollte, ist weg. Am Wochenende wird sich wahrscheinlich nicht so viel tun, aber das ist wohl die berühmte Ruhe vor dem Sturm. Denn sobald der Dachdecker fertig ist und der Bau sozusagen „trocken“ ist, fallen wohl sämtliche Arbeiter ein: Die Fenster werden gemacht und die Vorbereitungen für die sanitären Anlagen und die Elektrik starten dann.

Es ist schade, dass wir Weihnachten noch nicht im neuen Haus feiern können. Wir hatten uns schon darauf gefreut, einen großen Baum im herrlichen Wohnzimmer aufzustellen. Wie es aussieht, werden wir im Februar endlich einziehen können. Das nächste Etappenziel: zu Ostern Eier verstecken, im eigenen Garten. Man muss einfach das Beste aus den Dingen machen.

Hier noch zwei Bilder vom fertigen Dachstuhl:


Kurzes Update

Von Dirk Hußmann am 15.11.2011

Nach vielen Wochen, in denen es gut voranging, sind wir jetzt mal wieder zum Nichtstun verdonnert. Wir warten immer noch auf den Zimmermann, der sich ja um das Dach kümmern sollte. Doch leider wartet der Zimmermann auf das Holz für den Dachstuhl, das zur Zeit nicht geliefert werden kann. Habe ich schon einmal gesagt, dass „Warten“ im Bezug auf Bauen kein schönes Wort ist?  ;)

Wie dem auch sei: Wir üben uns in Geduld und hoffen, dass wir bald wieder Fortschritte zu vermelden haben. Drückt uns die Daumen!


Kleinvieh macht auch Mist

Von Dirk Hußmann am 07.11.2011

Es sind nicht nur immer die großen Veränderungen am Bau, die uns unserem Ziel ein wenig näher bringen. Haben wir in der letzten Woche vor allem große Dinge abschließen können (ich erinnere gerne an die Garage, die schon komplett fertig ist), standen in dieser Woche viele Kleinigkeiten an. So wurden zum Beispiel die Steine geglättet, so dass sie bald verputzt werden können. Und: Die Giebel wurden gemauert und mit Beton ausgegossen. Jetzt kann der Zimmermann den Dachstuhl gut befestigen.

In ein paar Tagen soll der Rohbau dann offiziell abgenommen werden. Hierbei prüft die Baugenehmigungsbehörde die bisher fertigen Arbeiten vor Ort und erklärt den Rohbau als fertig. Dafür werden alle statisch notwendigen Bauteile wie das Dach oder auch der Kamin beurteilt. Wenn wir das „Go“ von der Behörde haben, können wir also sicher sein, dass die Standsicherheit, die Feuersicherheit, der Schall- und der Wärmeschutz unseres Hauses voll gewährleistet sind.

A propos Wärmeschutz: Da wir uns ja für ein Energiewerthaus entschieden haben, bestehen die Außenwände aus Ytong-Steinen. Diese Steine haben den großen Vorteil, dass sie von sich aus schon eine sehr hohe Wärmedämmung garantieren und dadurch keine zusätzliche Dämmung mehr benötigen. Lediglich ein so genannter Wärmedämmputz wird aufgetragen und schon ist unser Haus vollständig isoliert. Noch dazu ist alles rundum umweltverträglich und Ressourcen-schonend, besser geht es nicht!

Wir werden bei der Abnahme des Rohbaus natürlich vor Ort sein, um diesen wichtigen Schritt zu verfolgen. Aber vor allem unser Bauträger wird sich mit der Behörde auseinandersetzen und alles begleiten. Das ist gut, dass man Experten an seiner Seite hat!

Nach der Rohbauabnahme wird es ganz am Ende noch eine Schlussabnahme geben, bei der zum Beispiel auch die Heizungsanlage kontrolliert wird. Wir bekommen eine geoTHERM Wärmepumpe von Vaillant, auf die wir schon ganz gespannt sind. Über zwei Löcher im Garten wird aus einer Tiefe von 100 Metern die Erdwärme abgezogen. Auch hier steht die ökologische Energienutzung wieder an erster Stelle, was uns sehr wichtig ist. So sind wir unabhängig von Öl und Gas und können uns täglich über saubere, natürliche Energie freuen. Auch der Komfort stimmt: Im ganzen Haus bekommen wir eine Fußbodenheizung, worüber sich unsere Füße jetzt schon freuen :). Aber das ist noch Zukunftsmusik, jetzt geht es erst einmal um die Rohbauabnahme. Immer Schritt für Schritt denken, dann kommt man am besten voran!


Wir sind leiterlos!

Von Dirk Hußmann am 31.10.2011

Das Haus nimmt immer mehr Gestalt an. Heute wurde die Decke der Garage betoniert und fertig gemauert. Ein Familienmitglied hat also schon ein Dach über dem Kopf: unser Auto! :)
Fürs Erste werden wir die Garage aber als Zwischenlager benutzen. Auf einer Baustelle kann man jeden geschützten Stauraum super gebrauchen! Es ist trotzdem schön, hinter dem Punkt „Garage“ einen Haken machen zu können. Das sind die kleinen Erfolge, über die man sich täglich freut!

Neben der Garage sind inzwischen auch alle Treppen im Haus fertig gestellt worden. Wir können nun vom Keller, ins Erdgeschoss, ins erste Obergeschoss und in den Dachboden gehen und müssen keine Leitern mehr nutzen. Das macht eine Menge aus! Es geht schneller, ist wesentlich bequemlicher und unser Gleichgewichtssinn freut sich auch über stabile Betontreppen! :)

Der Vorteil von Betontreppen im Vergleich zu Holztreppen wird uns immer bewusster. Wenn man Holztreppen verwendet, werden diese erst ganz am Ende eingebaut, damit sie nicht noch beschädigt werden. Betontreppen sind da viel unkomplizierter und erleichtern den Bau enorm. Wir würden uns immer wieder dafür entscheiden! Wenn die Arbeiter durch sind, werden wir sie noch mit schönen Fliesen belegen, so dass sie auch optisch einiges her machen!

Auch beim Dach geht es gut voran. Der Dachstuhl wurde beauftragt und in ein paar Tagen wird die Dämmfolie geliefert, die vor Wind und Regen schützt. Danach kommen dann die Ziegel. In drei Wochen müsste das Dach komplett fertig sein, sagte man uns. Wir hoffen, dass wir im Zeitplan bleiben.

Apropos Zeitplan: Nach dem Dach werden die Fenster eingebaut, danach geht es an den Innenausbau, auf den wir uns schon sehr freuen. Ende des Jahres wollen wir dann endlich einziehen. Aber vielleicht stellen wir uns doch lieber auf Januar ein. Dann sind wir nicht enttäuscht, wenn es sich doch nach hinten verschiebt. Ein beliebter Trick eines jeden Bauherrn ;).


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